Giro d’Austria für Anfänger!

Wien – Innsbruck

Von Wien nach Innsbruck mit dem Rennrad, das war unser Plan. Fünf Tage nahmen wir uns Zeit, um die 600 Kilometer und rund 3700 Höhenmeter zu bewältigen. Die Route war schnell erstellt, der Termin gefunden und die Unterkünfte gebucht – jetzt hing es nur noch von uns ab! Dachten wir zumindest…


Die Route

Tag Von Bis Km
1 Wien Pöchlarn 132
2 Pöchlarn Linz 97
3 Linz Hipping 93
4 Hipping St. Martin bei Lofer 98
5 St. Martin bei Lofer Innsbruck 123

Die obige Tabelle soll dir eine Übersicht über unsere Radtour ermöglichen. Wer jetzt aufmerksam mitgerechnet hat, wird feststellen, dass die Summe der Kilometer (=543km) nicht der anfänglich genannten Summe der Kilometer (=600km) entspricht. Natürlich wären wir nicht Team Lauchsalat, wenn wir uns nicht einen unfreiwilligen Umweg von 45km gegönnt hätten, dazu aber später mehr. Das folgende Foto entstand direkt vor unserem Start.

Team Lauchsalat kurz vor dem Start in Wien
Team Lauchsalat kurz vor dem Start in Wien.

Wie du später sehen kannst, ist uns auch am Ende der Reise das Lachen noch nicht vergangen. Lass uns jetzt aber Tag für Tag durchleben. Kleine Diashows werden dir dabei sicherlich helfen.


Wien – Pöchlarn

Am Samstag (22.07.2017) startete unsere Reise. Nach einem ausgiebigen Frühstück gings zuerst über Mauerbach nach Tulln. Die ersten Höhenmeter waren somit absolviert und wir konnten uns gemütlich bis zu unserem ersten Zwischenstopp vorarbeiten.

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In Krems angekommen, stand eine größere Pause am Programm. Bei frischem Obst und Kärntner Kasnudln wurden die Reserven wieder aufgefüllt. In der Abendsonne wurden dann die restlichen 45Km der Tagesetappe nach Pöchlarn zurückgelegt. Schnell die Fahrräder im Quartier untergestellt, gings auch schon in den Gastgarten. Die Kulinarik sollte auf unserer Reise nicht zu kurz kommen.


Pöchlarn – Linz

Auch am zweiten Morgen wurden wir von Sonnenstrahlen geweckt. Dies sollte sich ja noch gehörig ändern, wie du später auf den Fotos sehen kannst. Wie am Tag zuvor, ging es für uns entlang der Donau in Richtung Linz. Diese Tagesetappe sollte der Erholung und Entspannung dienen und das tat sie auch.

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Linz – Hipping

Tag #3 sollte der Vorbote für die beiden kommenden Tage werden. Bei Regenschauern starteten wir in die Etappe. Entlang der Traun führte uns unser Weg über Wels nach Lambach. Von dort an folgten wir der Ager in Richtung Vöcklabruck. Den größten Teil des Weges legt man auf Schotterwegen zurück.

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Unser Material hatte unter dem nassen Feinsand und dem Steinschlag ziemlich zu leiden. Ursprünglich war ein kurzer Sprung in den Attersee angedacht, bei diesen Wetterbedingungen verflog diese Idee aber sehr rasch, weshalb wir direkt nach Hipping fuhren.


Hipping – St. Martin bei Lofer

Der nächste Tag startete zwar mit Sonnenschein, ein deutlicher Temperaturverfall war dennoch bemerkbar. Heute kämpften wir weniger gegen den Regen als gegen den Wind. Damit man beim Bergabfahren nicht stehenblieb, musste man kräftig in die Pedale treten. (Wenn man in Österreich von Ost nach West fährt, hat man allerdings fast immer mit Gegenwind zu rechnen) Über Salzburg und Bad Reichenhall gings übers kleine deutsche Eck‘ nach Lofer.

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Auch hier fährt man einen großen Teil der Strecke über Schotterwege. Dabei wird zwar das Equipment ein wenig gefordert (Lackschäden aufgrund des Steinschlags konnten wir auf jedem der Fahrräder verzeichnen), die Landschaft entschädigt dafür aber zum Teil wieder. Leider erwartete uns auch in Lofer wieder ein alter Bekannter – der Regen.


St. Martin bei Lofer – Innsbruck

Der letzte Tag sollte der Schlimmste werden. Bei knappen 10° Grad Außentemperatur, starkem Dauerregen und beherztem Gegenwind starteten wir in Lofer. An den vorangegangenen Tagen machten uns zwar auch Wind und Regen zu schaffen. Es blieb dabei allerdings halbwegs warm. An diesem Tag machte uns die durchnässte Kleidung, gemeinsam mit dem Gegenwind und den niedrigen Temperaturen doch etwas zu schaffen. Während wir in Lofer starteten, gabs in Salzburg Hagel-Unwetter und in Imst fiel der Schnee beinahe bis ins Tal. Kurz zusammengefasst: Es war saukalt!

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Nichtsdestotrotz nahmen wir die letzte Etappe in Angriff. Nach 55Km kam dann das erste Tief. Komplett durchnässt und zitternd standen wir vor der Entscheidung, die Tour abzubrechen. Aufgrund eines „glücklichen“ Zufalls, waren wir allerdings dazu gezwungen weiterzufahren. Endlich in Wörgl angekommen, wussten wir, dass wir jetzt „nur noch“ durchs Inntal müssen. Unglücklicherweise kam es zu einem Navigationsfehler, wodurch wir unbeabsichtigt ins Zillertal einbogen. Zu unserer Verteidigung sei gesagt, dass Regen und Nebel die Sicht etwas einschränkten. Erst nach über 20Km wurden wir unseres Fehlers gewahr. So mussten wir denselben Weg wieder zurück bis ins Inntal. Bei diesen Wetterbedingungen ist ein Umweg von über 40Km natürlich nicht der Traum eines jeden Radfahrers. Allerdings gewöhnt man sich auch an diese widrigen Umstände und man radelt einfach stur dahin. Mit dieser Sturheit haben wir es dann immerhin bis nach Innsbruck geschafft. Darauf sind wir stolz!
Trotz den beschisstensten Wetterbedingungen, die wir je beim Radfahren erlebt hatten, fuhren wir so weit, wie noch nie. Ein voller Erfolg!

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Geschafft!

Zum Abschluss unserer Tour erwarteten uns die sogenannten „Rum100“. Das sind 150Hm auf 1,5Km Länge.
Eines kann ich dir sagen: Das fetzt! Vor allem nach so einem Tag!
Belohnt wurden unsere ausgefrorenen und durchnässten Körper mit warmen Duschen und köstlichen Spinatknödeln. Leider blieb uns viel zu wenig Zeit in Innsbruck. Mit dem Zug gings, zeitgleich zum Hauptabendprogramm, wieder zurück nach Wien.


Fazit

Trotz der miserablen Umstände, war die Stimmung im Team immer bestens. Mit viel Galgenhumor und Selbstironie manövrierten wir uns in Richtung Innsbruck. Natürlich waren wir über unsere Ankunft in Innsbruck nach diesen harten Wetterkapriolen mehr als froh, ein klein wenig Wehmut war allerdings auch dabei.

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Ein letztes Foto, bevor wir unseren Weg zurück nach Wien antreten…

Die fünf Tage vergingen viel zu schnell. Eines muss man nämlich schon sagen: bei besseren Wetterbedingungen wäre diese Tour ein absoluter Hit! Sie weiß landschaftlich absolut zu überzeugen. Vom Flachland ins Bergland – Das sollte jedem eine Reise wert sein!

DSC08410
Zwei verschiedene Satteltaschen wurden für dich getestet!

Natürlich haben wir unsere Fahrradtour genutzt, um für dich zwei verschiedene Satteltaschen zu testen. Wie unser Fazit zu den folgenden beiden Modellen ausgefallen ist, kannst du hier lesen:


© Lukas

 

5 Kommentare zu „Giro d’Austria für Anfänger!

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