Endlich Triathlet!

Endlich Triathlet! – So dürfen wir uns nun offiziell nennen! Beim Tulln Triathlon konnten unsere Teammitglieder zeigen, ob sich das Training gelohnt hat. Gestartet wurde in der Sprint-Distanz, das bedeutet:

0.75 km Schwimmen
20 km Radfahren
5 km Laufen

Jeder, der bereits einmal bei einem Wettbewerb teilgenommen hat, kennt folgendes Problem: Da kann so einiges schiefgehen!
Auch bei uns verlief nicht alles nach Plan, aber erstmal alles der Reihe nach.


Der Tag startet früh

Um 5:50 Uhr läutet der Wecker. Der Tag startet unaufgeregt. Das ganze Equipment steht bereits im Vorraum und wartet darauf, ins Auto eingeladen zu werden. Nach dem obligatorischen Frühstücksmüsli geht’s auch schon los.

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Trotz Chaos mit den Anmeldebestätigungen erhielten wir unsere Startnummern

Allerdings wird unsere Autofahrt nach Tulln bereits nach einem Kilometer unterbrochen, weil uns bewusst wird, dass drei unserer vier Teammitglieder ihre Anmeldebestätigungen nicht ausgedruckt haben.

Folgende Tatsache erklärt wohl, warum wir uns Team Lauchsalat nennen: Am Weg zur Anmeldung haben wir sogar noch unsere letzte Anmeldebestätigung verloren, sodass jetzt jeder aus unserem Team ohne Bestätigung da stand.

Wie wir jetzt wissen, braucht man nicht unbedingt eine ausgedruckte Anmeldebestätigung – wir konnten also ohne weitere Probleme starten.


Das erste Mal in der Wechselzone

Am Wettbewerbsgelände geht es jetzt darum, die Wechselzone einzurichten. Dank unzähliger Youtube-Tutorials weiß man ja, wie so eine Wechselzone von innen aussieht, aber wenn man dann einmal selbst seinen eigenen Platz einrichten darf, ist das schon ein ziemlich cooles Gefühl 😉

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Die Wechselzone möglichst schlicht gehalten 😉

Startnummernband über die Schuhe legen, Fahrradkappe und Sonnenbrille in den Helm, all das wurde bereits im Vorfeld einige Male geübt, sodass es in der Wechselzone zu keinen Überraschungen kommen kann.


Der Startschuss fällt!

Bei 24° Celsius Wassertemperatur fällt das Einschwimmen leicht. Durch das Neoprenverbot haben die anderen Athleten keinen materialbedingten Vorteil gegenüber unserem Team.

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Team Lauchsalat topmotiviert!

Entgegen unserer Erwartungen verläuft der Schwimmstart herzlich unaufgeregt. Wenn man sich etwas weiter hinten positioniert, ist das Gedränge beim Schwimmen sehr überschaubar. Thomas kann sich beim Schwimmen schnell seinen Weg nach vorne durchkämpfen und steigt mit einer beeindruckenden Zeit aus dem Wasser, hat allerdings beim Ausstieg ziemlich starke Kreislaufprobleme durch den Lagenwechsel. Der Rest des Teams braucht beim Schwimmen (erwartungsgemäß) etwas mehr Zeit. Im Endeffekt läuft alles, wie geplant. Im Nachhinein kann man kaum noch nachvollziehen, warum man sich über die erste Disziplin in der Vorbereitung sooft den Kopf zerbrochen hat.


Die erste große Hürde

Der Wechsel aufs Rad funktioniert ebenfalls ohne große Überraschungen. Allerdings kostet das Anziehen der Radschuhe (inkl. Socken) wertvolle Zeit.

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Das Radfahren kann beginnen!

Das Radfahren macht dann erst richtig Spaß und dir wird sofort wieder bewusst, warum du dich durch unzählige Trainingsstunden kämpfst. Bei der Hälfte der Radstrecke wird ein guter Trainingszustand vorausgesetzt:
Bei durchschnittlich 8% Steigung legst du über 100Hm zurück. Viele steigen von ihren Rädern und schieben das Rad den Berg hinauf. Für die untrainierten Athleten ist die Zeitfahrübersetzung ihrer Fahrräder zu viel. Da in unserem Team alle mit dem Rennrad unterwegs sind, kommt es bei uns zu keinen größeren Schwierigkeiten. Schnaufend gehts über den Höhepunkt der Strecke, nur um anschließend die steile Abfahrt zu genießen.
Starker Gegen- und Seitenwind macht das Fahren mit den Aeroauflegern teilweise etwas „aufregend“, aber mit viel Rückenwind gehts die letzten Kilometer zurück zur Wechselzone.


Das große Übel

Sooft haben wir das Koppeltraining davor geübt. In der Vorbereitung hatten wir nie wirklich Bedenken, dass der Wechsel vom Radfahren zum Laufen gravierende Probleme bereiten könnte. Aber wie sooft: Unverhofft kommt oft! Thomas, Martin und ich haben beim Laufen größere Schwierigkeiten, als gedacht.

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Der Wechsel auf die Laufstrecke klappt bei Benjamin einwandfrei

Schon während der letzten Radkilometer machte sich bei mir ein mulmiges Gefühl in der Magengegend bemerkbar. Kaum vom Rad abgestiegen, wandelte sich dieses Gefühl in starke Magenkrämpfe um. Mir ist sofort klar, dass eine vernünftige Laufzeit heute wohl nicht möglich sein wird. Auch Thomas hat ziemlich zu kämpfen, wird aber von unserer Freundin Sabine vom Team Wechselzone ins Ziel „mitgenommen“.

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Sabine und Thomas kurz vor dem Ziel

Martin und ich kämpfen uns auch ins Ziel. Einen Schönheitswettbewerb gewinnen wir in unserer Verfassung aber sicher nicht mehr.

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Martin auf den letzten Metern vorm Ziel

Benjamin hat anscheinend Probleme bei der Krafteinteilung. Er zieht mit einem fulminanten Schlusssprint über die letzten paar hundert Meter ins Ziel ein und lässt die Zuschauer erstaunt zurück. Wo der seine Energie her hat, ist vielen rätselhaft.


Geschafft!

Jeder aus unserem Team hat es ins Ziel geschafft!

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Gratulation an Oskar Frühwirth zum 2. Platz in seiner AK!

Der erste Wettbewerb hat uns gezeigt, dass alles ganz anders kommt, als erwartet:
Die erwartete Überforderung beim Schwimmstart blieb komplett aus. Dafür bereitete der Wechsel vom Rad auf die Laufstrecke übertrieben viele Probleme, die wir im Training nie hatten. Wenn man also der Meinung ist, man hat sich im Training bereits auf alles vorbereitet, zeigt dir der Wettbewerb, dass es noch unzählige Szenarien gibt, die du nicht (oder nur schwer) trainieren kannst.

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Tipps von den Profis vom Team Wechselzone

Eines ist aber sicher: Exakt das ist das Großartige am Triathlon!
Diese Sportart lebt vom Wettbewerb. Während des Trainings ist es oft schwer, den Bezug der einzelnen Sportarten zueinander herzustellen. Nur beim Wettbewerb kannst du deine mühsam erworbenen Fähigkeiten bündeln und kombinieren. Diese Möglichkeit bietet dir das Training nur in Ansätzen.
Des Weiteren zeigt dir der Wettkampf Schwächen auf, von denen du davor noch nicht einmal wusstest, dass sie existieren. Exakt an diesen Schwächen kannst du dann im Training arbeiten. D.h. der Wettbewerb garantiert dir, dass dir im Training nicht zu langweilig wird.

Für jeden von uns steht definitiv fest, dass dieser Triathlon sicher nicht der Letzte war. Das war erst der Beginn einer (hoffentlich) langen Reise…

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© Lukas

3 Kommentare zu „Endlich Triathlet!

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